Immer wieder erreicht uns die Frage, warum Äpfel eine – teilweise so erhebliche – Wachsschicht haben. Und daran schließt sich die zweite Frage an: Ob Äpfel wohl künstlich gewachst werden? Nein, Öko-Äpfel werden generell nicht gewachst.

Die Wachsschicht ist ein Zeichen dafür, dass der Apfel lebt. Sie ist durch einen natürlichen Stoffwechselprozess entstanden. Um sich nach der Ernte vor dem Austrocknen zu schützen, bildet der Apfel Ausscheidungen, die sich als fetthaltige Schicht auf der Schale bemerkbar machen. So verliert er dann weniger Wasser.

Wie stark Äpfel eine Wachsschicht bilden ist von der Sorte abhängig. Die Sorten Topaz und Jonagold haben zum Beispiel eine recht ausgeprägte natürliche Wachsschicht, während Apfelsorten wie beispielsweise Elstar, Boskoop oder Cox Orange einen hohen Säureanteil haben und deshalb eine geringer ausgeprägte natürliche Wachsschicht auftragen. Sie werden eher trocken und schrumpelig, wenn sie reifen.

Auch der Jahresverlauf und die Lagerdauer haben einen Einfluss, sodass Äpfel in einigen Jahren mehr, in anderen weniger schnell eine Wachsschicht bilden. Die Wachsschicht ist durch menschliches Zutun nicht zu verhindern, für uns gesundheitlich völlig unbedenklich und kann problemlos mitverzehrt werden.

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