Apfelschorf ist eine der gefürchtetsten Pilzerkrankungen im Obstbau. Eine Infektion mindert den Ertrag und vor allem die Qualität der Früchte.
Die Krankheit äußert sich in Form zahlreicher rundlicher, schwarzer Flecken auf Äpfeln und Blättern. Besonders problematisch ist, dass der Pilz nach erfolgreicher Infektion nicht mehr auszumerzen ist, da er immer wieder neue Sporen ausbildet. Zudem sind die Sporen kälteresistent und können auf abgestorbenen Pflanzenteilen überwintern.

Deshalb sind Bio-Obstbauern im Frühjahr in ständiger Alarmbereitschaft, um eine Erstinfektion zu verhindern. Dafür stehen im ökologischen Anbau Kupfer und Schwefel als Mittel zur Verfügung. Die Ausbringung ist jedoch mit hohem Aufwand und Kosten verbunden. Eine gute Alternative, die auch aus ökologischer Sicht sinnvoll ist, sind schorfresistente Apfelsorten wie Topaz, Santana oder Natyra. Durch eine intensive Züchtungsarbeit können wir heute auf viele neue Sorten mit einer solchen Resistenz zurückgreifen.

Allerdings: Manchmal wird die Resistenz durchbrochen, die Natur ist so intelligent, dass sie einen Weg findet. Trotzdem versucht die Züchtung, mit robusten neuen Sorten die Krankheitsanfälligkeit zu minimieren.

 

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