Der Grund ist ganz einfach: Ökologischer Anbau bedeutet mehr Arbeit – vor allem mehr Handarbeit. Wir setzen beispielsweise keine Unkrautvernichtungsmittel ein, sodass wir die Beikräuter mechanisch entfernt werden müssen. Sie müssen mit Maschinen, per Hacke oder Spaten entfernt werden, am Stamm sogar mit der Hand. Einfach wachsen lassen können wir sie nicht, denn sie konkurrieren mit den Apfelbäumen um Wasser und Nährstoffe.

Zudem sind biologische Pflanzenschutzpräparate teurer, schwieriger auszubringen und weniger wirksam als chemisch-synthetische Wirkstoffe. Das führt zu größeren Schwankungen im Ertrag. Im konventionellen Obstanbau kann auf die Anzahl Blüten pro Baum mit synthetischen Hormonen Einfluss genommen werden. Im biologischen Anbau tun wir dies nicht, daher muss ein zu dichter Behang an Äpfeln aufwändig mit der Hand ausgedünnt werden. Auch der Verzicht auf schnelllösliche Stickstoffdünger macht sich bemerkbar. Die Äpfel wachsen langsamer und bleiben insgesamt kleiner.

Wir ernten auch deshalb weniger, weil vorher mit Äpfeln bepflanzte Flächen nun mit Gehölzhecken und blühenden Kräutern bestellt werden. Dieser weniger intensive Obstbau fördert die Biodiversität, die ökologische Vielfalt wiederum schützt unsere Anlagen vor Schädlingen.

 

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