Der Lebensmittel-Einzelhandel verlangt Sorten, die gut aussehen, immer lieferbar und zudem transport- und lagerfähig sind. Diese hohen Ansprüche erfüllen viele alte Sorten nicht. Das macht sie für den Handel unattraktiv, selbst wenn sie geschmacklich überzeugen. Zudem reagiert der Handel auch auf die Wünsche der Verbraucher, die neue Sorten bevorzugen. Das beobachten wir auch auf unseren Apfelhöfen.

Früher hatten wir Goldparmäne, Herbstprinz, Glockenäpfel und viele andere ungewöhnliche Sorten im Angebot. Aber selbst 90 % der Bio-Kunden bevorzugen die heutigen Standardsorten wie Jonagold, Elstar oder Breaburn. In Geschmackstests schneiden diese Sorten auch immer gut ab. Dennoch ist es grundsätzlich wünschenswert, die Vielfalt alter Apfelsorten zu erhalten. Denn für die Züchtung sind sie ein kostbarer Schatz.

Darüber hinaus sind alte, optimal an den Standort angepasste Sorten für den extensiven Streuobstbau unverzichtbar.

 

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