Kupfer ist ein Spurenelement, das auch für die menschliche Ernährung lebenswichtig ist. Es befindet sich in der Leber, im Skelett und in der Muskulatur und wird vor allem zum Aufbau des roten Blutfarbstoffes benötigt. Im Bio-Obstbau setzt man Kupfer gegen den Schorfpilz ein, der in niederschlagsreichen Gegenden zu großen Ertrags- und Qualitätseinbußen führen kann.

Nach den strengen Richtlinien im ökologischen Anbau ist der Kupfereinsatz auf 3 kg pro Hektar und Jahr begrenzt. Wir sind sehr bemüht, die Kupfermengen so niedrig wie möglich zu halten. Durch unsere Erfahrung und einen gezielten Einsatz gelingt es uns zurzeit, die Äpfel mit der Hälfte der zulässigen Aufwandmenge schorffrei zu halten. Dennoch haben wir Bio-Äpfel von unseren Betrieben auf Kupfer untersuchen lassen und mit den Gehalten unbehandelter Äpfel verglichen.

Ergebnis:
Es gibt keine Unterschiede. Das heißt, die von uns ausgebrachten Kupfermengen reichern sich nicht in den Früchten an. Dennoch wird immer wieder ein Verbot von Kupfer gefordert. Ohne Kupfer ist jedoch ein wirtschaftlicher ökologischer Apfelanbau kaum möglich. So ist die biologische Apfelerzeugung in Dänemark nach dem Verbot von Kupfer komplett eingestellt worden. Wir wünschen uns eine Forschung, die sich mit der Physiologie des Schorfpilzes befasst, um so das Problem des Schorfbefalls anders anzugehen.

 

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