Der Einsatz einer Pflanzenschutzspritze wird häufig gleichgesetzt mit dem Ausbringen chemischer Pflanzenschutzmittel. Dabei versteht man ganz allgemein unter „Spritzen“ lediglich den mechanischen Vorgang, unabhängig davon, was sich in der Tank befindet. Auch wir spritzen unser Bio-Obst, aber natürlich nicht mit chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln, die im ökologischen Anbau verboten sind. Auch Hormone zur Blüten-Ausdünnung und zur Reifebeschleunigung sind für uns tabu. Stattdessen setzen wir natürliche Elemente ein wie Kupfer, Schwefel und Schwefelkalk, die als Spurenelemente auch im Apfel vorkommen. Solche Mittel sind notwendig, um die Pflanzen und Früchte vor Pilzkrankheiten und Insekten zu schützen.

Darüber hinaus nutzen wir bei Bedarf auch spezielle Präparate, etwa Neemöl (Extrakt aus Neembaumsamen) gegen Läuse, Quassia (Bitterholz-Extrakt) gegen den Befall der Apfelsägewespe sowie Algenpräparate und Vinasse zur Nährstoff-Versorgung. Außerdem nutzen wir Schachtelhalm-Extrakt gegen Lagerfäulen und Gesteinsmehle, die die Phenolbildung und damit die Abwehrkräfte der Bäume anregen (siehe auch „Sind Bio-Äpfel besser“). Blutlaus-Kolonien spritzen wir einfach mit einem scharfen Wasserstrahl ab.

Bio-Anbau heißt für uns jedoch nicht, chemisch-synthetische Mittel gegen organische auszutauschen. Unser Ansatz ist, die Pflanzen durch ganzheitliche Maßnahmen widerstandsfähig zu machen. Das erreichen wir, indem wir z.B. unsere Böden gesund halten oder Nützlinge durch das gezielte Anlegen von Biotopen und Blühstreifen fördern. Zudem legen wir bei allem, was wir zum Schutz der Äpfelbäume tun, größten Wert auf Transparenz. Jeder Kunde kann einsehen, was wir ausbringen und so selbst entscheiden, ob er die so behandelten Früchte essen möchte.

 

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