Obstbau im Einklang mit der Natur 2018-06-01T17:43:15+00:00

Obstbau im Einklang mit der Natur

Der Demeter-Obstbau nutzt die Kräfte der Natur.
Davon profitieren Böden, Pflanzen und Menschen gleichermaßen.

Obstbau im Einklang mit der Natur
Kluge Technik zum Wohle der Umwelt
Soziales Engagement, das Früchte trägt

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Augustin ÖkoPlus – mehr als Bio

Zur Obsthofgemeinschaft Augustin im Alten Land bei Hamburg gehören sieben Einzelbetriebe, die wirtschaftlich und verwandtschaftlich eng miteinander verbunden sind. Jeder Betrieb arbeitet konsequent biologisch nach den strengen Vorgaben des Demeter-Verbandes. Darüber hinaus haben die Betriebe zahlreiche ökologische, soziale und qualitätssichernde Leistungen entwickelt, die seit vielen Jahren umgesetzt werden – ein ÖkoPlus, das wir Ihnen näher vorstellen möchten.


Klasse statt Masse

Hohe Erträge sind gut, aber nicht unser Hauptziel. Statt auf große Mengen setzen wir auf hochwertige Früchte. Und das bedeutet für uns, gesunde Bio-Äpfel zu ernten, die gut schmecken und optimal verträglich sind. Das heißt aber auch, dass wir beim Anbau sorgsam mit unseren Böden, dem Wasser und den darin lebenden Tieren und Pflanzen umgehen.


Gesunde Sorten ohne Gentechnik

Wir wollen auch in Zukunft robuste, widerstandsfähige Äpfel mit überzeugendem Geschmack anbieten. Deshalb machen wir uns stark für die Obstzüchtung in der Region und für das ökologische Obstzüchtungsprojekt Saat:gut e.V. Selbstverständlich lehnen wir Forschungen zur Genmanipulation beim Apfel ab!


Wir machen unsere Früchte stark

Welche Wirkung Demeter-Präparate in unseren Äpfeln entfalten, sieht und schmeckt man jedem unserer Äpfel an. Besonders wichtig ist für uns Hornkiesel. Ausgebracht auf Blätter und Früchte intensiviert er die Licht- und Wärmewirkung auf den Baum, was für einen intensiven, besonders sortentypischen Geschmack der Früchte sorgt. Mit Präparaten wie Gesteinsmehlen und Schachtelhalm stärken wir die Abwehrkräfte der Äpfel gegenüber Pilzen und anderen Schädlingen.


Viel Handarbeit für beste Qualität

Moderne Plantagen-Apfelbäume bilden oftmals Blüten im Überfluss. So viele, dass sie unter der Last der daraus entstehenden Äpfel zusammenbrechen würden. Deshalb müssen Blüten und Triebe ausgedünnt werden, was im konventionellen Anbau durch Hormone geschieht. Wir ersetzen Hormone durch klassische Handarbeit. In vielen Arbeitsstunden schneiden wir überflüssige Früchte und Triebe aus den Bäumen. Das lohnt sich. Denn in den gut durchlüfteten Bäumen nisten sich weniger Schädlinge ein und die verbliebenen Früchte bekommen mehr Sonne und damit viel Geschmack.


Licht und Luft für jeden Baum

Statt möglichst viele Bäume auf der vorhandenen Fläche unterzubringen, bieten wir jedem Baum reichlich Platz. Das hält die Blätter und Früchte gesund. Denn Wind und Sonne lassen unsere Bäume rasch trocknen, so dass sich Pflanzenkrankheiten kaum entwickeln können. Das ist für uns vorbeugender Pflanzenschutz im besten Sinne.


Obst auch für Allergiker

Auch viele Allergiker können unsere Äpfel genießen. Denn Saft und Fruchtfleisch der Äpfel setzen sich auf einzigartige Weise zusammen und ermöglichen so eine außergewöhnlich gute Verträglichkeit. Das bestätigen viele unserer Kunden, bei denen andere Äpfel in der Regel allergische Reaktionen hervorrufen.


Ernten, wenn der Geschmack stimmt

Bei der Wahl des optimalen Erntezeitpunktes arbeiten wir nicht nach starren Pflückplänen und lassen uns auch nicht vom Handel drängen. Wir ernten unsere Äpfel erst dann, wenn sie voll ausgereift sind und am besten schmecken. Das prüfen wir natürlich selbst. Dabei verlassen wir uns ausschließlich auf unsere Erfahrung und unseren eigenen Geschmack.


Flächenkompostierung

Eine solide Kompostwirtschaft ist für Demeter-Betriebe selbstverständlich. Wir entwickeln unsere Flächen­kompostierung ständig weiter. Zu dieser Pionierarbeit gehört vor allem, die Pflanzengemeinschaften von Obstbäumen, Einsaaten und Wildpflanzen optimal zu kombinieren. So schaffen wir ein intaktes Bodenleben und ein stabiles Krümelgefüge – beste Voraussetzung für gesunde Früchte.


Vielfalt statt Monokultur

Auf unseren Flächen wachsen nicht nur Apfelbäume, sondern auch zahlreiche Wildpflanzen, Sträucher und Hecken. Diesen Artenreichtum fördern wir ganz bewusst, denn so bieten wir den unterschiedlichsten Säugetieren, Vögeln und Insekten Schutz und Nahrung. Und ganz nebenbei tragen unsere Plantagen zu einem abwechslungsreichen Landschaftsbild bei.


So wenig Kupfer wie möglich

Pilzkrankheiten wie Apfelschorf darf man im ökologischen Anbau mit Kupfer behandeln. Schon jetzt schaffen wir es, die zugelassene Menge pro Hektar um bis zu 50% zu reduzieren. Doch das genügt uns nicht. In Zukunft wollen wir ganz ohne Kupfer auskommen. Dafür nutzen wir z.B. das biologisch-dynamische Hornmist-Präparat, das die Zersetzung des Apfellaubs beschleunigt und so den Pilzsporen die Möglichkeit zur Überwinterung entzieht.


Kostbarer Kompost

Chemisch hergestellte Kunstdünger haben bei uns keine Chance. Wir ernähren unsere Bäume mit einem besonderen Kompost aus Stallmist, Obstzweigen, betriebseigener Erde und Gras. Unter Zusatz der biologisch-dynamischen Präparate reift der Kompost durch die Arbeit von Mikro­organismen zu einem kostbaren Naturdünger mit wertvollen Humus- und Tonanteilen.


Von Grund auf gesund

Ein gesunder Baum braucht einen gesunden Boden. Deshalb hegen und pflegen wir auch das besonders, was man nicht sieht: das Leben in unseren Böden. Hier verrichten Millionen von Mikroorganismen ihre Arbeit, bauen organische Stoffe um und sorgen so dafür, dass unsere Apfelbäume immer alle Nährstoffe bekommen, die sie brauchen.


Kleinste Mengen, große Wirkung

Hornmist, Hornkiesel, Kompostpräparate aus Löwenzahn, Eichenrinde, Baldrian, Schafgarbe, Brennesseln und Kamille – diese und viele weitere bio­logisch-dynamische Mittel sind für uns elementarer Bestandteil des ökologischen Wirtschaftens. In kleinsten Mengen eingesetzt, regen sie Wachstums­­prozesse im Boden und im Kompostdünger an und tragen so zur besonderen inneren Qualität unserer Äpfel bei.

Kluge Technik zum Wohle der Umwelt
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Soziales Engagement, das Früchte trägt