Die Kräfte der Natur nutzen

Der Demeter-Obstbau nutzt die Kräfte der Natur.
Davon profitieren Böden, Pflanzen und Menschen gleichermaßen.

Die Kräfte der Natur nutzen

Ein wichtiger Baustein der Demeter-Philosophie sind biologisch-dynamische Präparate, die regelmäßig ausgebracht werden. Sie regen die mikrobiologische Aktivität im Boden an und stärken auf diese Weise pflanzeneigene Abwehrkräfte. Das Ergebnis: Besonders geschmackvolle Früchte mit höchster Vitalkraft.

Homöopathie auf dem Acker

Biologisch-dynamische Präparate werden in Spritz- und Kompostpräparate unterteilt. Spritzpräparate wie Hornmist und Hornkiesel verwirbelt man in kleinsten Mengen in Wasser. Das so dynamisierte Wasser wird anschließend auf Pflanzen und Boden ausgebracht. Hier entfaltet es statt einer stofflichen eine energetische Wirkung, wie sie auch bei homöopathischen Arzneimitteln bekannt ist.

Heilpflanzenextrakte fördern das Bodenleben

Kompostpräparate enthalten Heilpflanzen wie Kamille, Löwenzahn, Brennnessel, Eichenrinde, Schafgarbe oder Baldrian. Sie werden auf dem Obsthof Augustin anhand bestimmter Reifekriterien gesammelt, getrocknet und nach speziellen Vorgaben über den Winter eingegraben. In dieser Zeit binden die Präparate kosmische Kräfte. Im Frühjahr werden sie in homöopathischen Mengen im hofeigenen Kompost eingebracht, wodurch ein besonders ausgewogenes Düngemittel entsteht. Der Kompost unterstützt aktiv das Bodenleben, was sich nicht zuletzt in einer besonders hohen Qualität der Früchte widerspiegelt.

Wirkung wissenschaftlich bestätigt

Beide Präparate wirken ausgleichend und harmonisierend auf den Pflanzenwuchs. Das bestätigt auch die Wissenschaft. Ein Versuch am Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FibL) zeigt, dass Böden bei Anwendung der Präparate humusreicher und lebendiger werden und die Pflanzen bei extremen Bedingungen wie Trockenheit oder Nässe und Schädlingsbefall robuster sind. Darüber hinaus stellen wir auf unserem Hof fest, dass sich der Boden und der Geschmack der Äpfel verbessert und die Obstbäume insgesamt gesünder sind.

Mehr Aufwand, größere Chancen

Demeter-Anbau bedeutet im Vergleich zu den Vorgaben anderer Öko-Verbände vor allem eines: mehr Aufwand. Er bietet aber auch die größten Chancen, den ökologischen Landbau und letztlich auch sich selbst weiter zu entwickeln. Und genau das ist unser Ziel. Wir wollen unsere Anbaumethoden im Einklang mit der Natur weiter entwickeln und daran auch persönlich wachsen.

Weitere Infos auch unter demeter.de und in unserem ÖkoPlus-Programm.

Alles unter einem Dach – die Betriebe der Obstbaugemeinschaft

Im Jahr 1998 gründeten Katrin und Dierk die Bio-Obst Augustin GmbH & Co. KG.
Hier werden alle Äpfel der Augustin-Obstbaugemeinschaft zentral aufbereitet und vermarktet.
Heute gehören dazu zehn Betriebe, die in enger Abstimmung nach den hohen Qualitätsstandards des Demeter-Landbaus Äpfel anbauen. Dabei arbeiten wir immer Hand in Hand. Anbau und Ernte werden gemeinsam geplant und genau abgestimmt. Darüber hinaus tauschen wir uns bei allen Anbaudetails und Erfahrungen ständig aus. So profitiert jeder Obsthof vom Know-how des anderen und entwickelt sich kontinuierlich weiter.

Wo alles begann:
Obsthof Augustin

Vor dreißig Jahren entstand bei Dierk und Katrin Augustin aus dem Wunsch heraus nachhaltiger zu wirtschaften, das Vorhaben ihren Betrieb auf Bio umzustellen. In den Jahren darauf darauf folgte viel Pionierarbeit. So hat Dierk beispielsweise an der Entwicklung des Ladurners, ein mechanisches Gerät, welches Beikräuter unter den Bäumen entfernt, mitgewirkt, welches heute standardmäßig im Öko-Obstbau eingesetzt wird. Heute bewirtschaftet Dierk gemeinsam mit Jörg von der Beck 40 Hektar.

Als Katrin und Dierk ihren Betrieb umstellten, ahnten die beiden noch nicht, dass sie mit ihrer Begeisterung Familienmitglieder und ehemalige Lehrlinge anstecken würden, die daraufhin ebenfalls ihre Betriebe umstellten.

Es bleibt in der Familie:
Obsthof Henning und Heinrich Quast

Der Obsthof Quast gehört seit 1995 zur Obstbaugemeinschaft Augustin und wurde 2019 von Heinrich an seinen Sohn Henning übergeben. Eine Zusammenarbeit fiel nicht nur wegen der räumlichen Nähe der Betriebe leicht, denn Heinrich Quast ist Katrin Augustins Bruder. Sie bewirtschaften 30 ha Land bauen Äpfel und Birnen an. Schon lange vor der Umstellung wurde hier mit Rücksicht auf die Natur gewirtschaftet, seit 1995 ganz konkrete nach den Vorgaben des ökologischen Landbaus.

Vorreiter in Sachen Windkraft:
Pionierarbeit leistete Heinrich Quast vor allem in Sachen Energie aus Windkraft. 1993 errichtete er Windräder, die als erster Windpark Hamburgs in Betrieb gingen.

Arbeiten mit der Natur:
Obsthof Gunda und Hartwig Quast

Auch der zweite Bruder von Katrin Augustin, Hartwig Quast, gehört mit seinem Betrieb zur Obstbaugemeinschaft Augustin. Gemeinsam mit seiner Frau Gunda baut er auf 37 ha vor allem die Sorten Elstar, Jonagold und Holsteiner Cox an, seit 2001 in Demeter-Qualität.

Die Zeit des konventionellen Wirtschaftens beschreiben Gunda und Hartwig rückblickend als ein „die Natur beherrschen“. Dagegen ist der ökologische Apfelanbau für sie ein „Arbeiten mit der Natur“, bei dem es darum geht, das Wachstum der Pflanzen zu unterstützen und zu optimieren.

Bleibt in der Familie:
Obsthof Tewes Quast

Seit 2013 gehört der Obsthof von Tewes Quast zur Obstbaugemeinschaft Augustin. Tewes ist der Sohn von Gunda und Hartwig Quast. Aufgewachsen mit dem ökologischen Gedanken, kann er sich eine andere als diese Anbauweise nicht vorstellen. Auf 4 ha Fläche werden Elstar und Jonagored angebaut.

Breit aufgestellt:
Obsthof Prigge-Clever

Heiner Prigge und Michael Clever betreiben ihren Obsthof seit dem Jahr 2002 ökologisch, seit 2005 nach den strengen Demeter-Richtlinien. Auf den 48 ha des Betriebes gedeihen neben Äpfeln auch Birnen, Pflaumen und Kirschen in Bio-Qualität. Die Erfahrungen, die Michael Clever während seiner Arbeit in der Obstbauversuchsanstalt gesammelt hat, sind für ihn ein großer Ansporn, das Spektrum an Obstarten und interessanten Sorten ständig weiterzuentwickeln. Susanne Clever stellt mit Begeisterung die Demeter-Präparate her.

Neugierig auf die Kräfte der Natur:
Obsthof Meyer

Die Obstbauflächen von Rolf Meyer liegen fast direkt an der Elbe, was sich sehr positiv auf die Entwicklung und den Geschmack der Früchte auswirkt. Seit dem Jahr 2006 arbeitet der Betriebsleiter nach den Demeter-Richtlinien. Er entschied sich für den ökologischen Anbau, weil er fasziniert ist von den Selbstheilungskräften der Natur. Hinzu kamen positive Erfahrungen mit der Homöopathie, die ihn neugierig auf die Inhalte des Demeteranbaus machten. Auf seinen Flächen gedeihen vor allem der Frühapfel Ambassy und die Hauptsorten Elstar, Jonagold, Jonagored, Holsteiner Cox, Gloster und Boskoop. Zur Webseite vom Obsthof Meyer hier klicken.

Ökologisch aus Überzeugung:
Obsthof Lührs

Der Obsthof von Anke und Helmut Lührs ist seit fünf Generationen in Familienbesitz. Im Jahr 2010 haben die beiden ihren Betrieb auf ökologischen Anbau umgestellt. Motor der Umstellung war Sohn Henning Lührs, der seine Lehre auf dem Obsthof Augustin abschloss. Hier erwachte seine Begeisterung für den Demeter-Obstbau, von der er anschließend auch seine Eltern überzeugte. Statt auf Ackerbau und Viehhaltung, die früher üblich waren, konzentriert sich der Familienbetrieb heute auf insgesamt 18 ha Fläche komplett auf den Obstbau.

Äpfel aus Meisterhand –
Obsthof von der Beck

Jörg von der Beck arbeitet als Obstbaumeister auf dem Obsthof Augustin, wo er sich als Stütze des Betriebes voll einbringt. Sein eigenes Land mit 3 ha Fläche bewirtschaftet er im Nebenerwerb und nutzt dafür die Maschinen vom nahegelegenen Obsthof Augustin. Schon während seiner Ausbildung im Jahr 2005 stellte Jörg von der Beck seine Fläche auf ökologische Bewirtschaftung um. Wichtigste Apfelsorten sind Jonagored-Variante Marnica und der Frühapfel Delbar-Ambassy.

Einzigartig aus Überzeugung:
Herzapfelhof Lühs

Der Obsthof der Familie Lühs mit 25 Hektar Obstbaufläche wird seit 2012 biologisch-dynamisch bewirtschaftet. Bereits vor rund 30 Jahren wurde die Spezialisierung auf Motivfrüchte zum Alleinstellungsmerkmal und Namensgeber des Altländer Hofes. Den Obsthof bewirtschaftet Sohn Rolf.

Im Jahr 2009 wurde der Herz-Apfel-Gartenangelegt, eine Apfelanpflanzung mit über 250 verschiedenen Apfelsorten. Bei zahlreichen Führungen über den Hof wird den Besuchern ein Gefühl für die einzigartige Kulturlandschaft „Altes Land“ mit seinen idealen Bedingungen für den Obstanbau vermittelt. Der Herzapfelhof betreibt einen Onlineshop, über den Sie Äpfel vom Bio-Obst Augustin bestellen können.

Tradition und Nachhaltigkeit:
Obsthof Mählmann

In Hamburg-Neuenfelde im Alten Land liegt der Obsthof. Seit 1779 ist das Fachwerkhaus des Hofs in Familienbesitz. Als Bewohner eines so alten Hauses erleben Birgit und Ralf Mählmann täglich, dass Tradition und Nachhaltigkeit mehr als nur Modeworte sind. Die Bewahrung und Pflege alten Kulturguts und der achtsame Umgang mit der Natur liegen ihnen deshalb besonders am Herzen.

Ehemals konventionell betrieben wird der Hof seit 2003 ökologisch bewirtschaftet, zunächst nach Naturland-Richtlinien, seit 2015 als Demeter-Obsthof. Nachhaltige Bodenbearbeitung, der sorgsame Erziehungsschnitt der Bäume und die Bedachung der regenempfindlichen Kirschen von Hand sind für sie genauso alltäglich wie der Einsatz energiesparender Kühlhäuser und die Nutzung der Solarenergie, denn sie sind sich der Verantwortung für das ihnen anvertraute Stück Natur bewusst.